The­men & Inhal­te

Prü­fungs­stoff

Was muss ich für die Prü­fung wis­sen?

Die Inhal­te der Prü­fung erge­ben sich aus dem § 7 i.V.m. Anla­ge 2 und § 9 der Bewa­chungs­ver­ord­nung (BewachV).
Dem­zu­fol­ge sind fol­gen­de The­men­be­reich Gegen­stand der Prü­fung (Anfor­de­run­gen):

  1. Recht der öffent­li­chen Sicher­heit und Ord­nung ein­schließ­lich Gewer­be­recht
  2. Daten­schutz­recht
  3. Bür­ger­li­ches Gesetz­buch
  4. Straf- und Straf­ver­fah­rens­recht, Umgang mit Waf­fen
  5. Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift Wach- und Siche­rungs­diens­te
  6. Umgang mit Men­schen, ins­be­son­de­re Ver­hal­ten in Gefah­ren­si­tua­tio­nen und Dees­ka­la­ti­ons­tech­ni­ken in Kon­flikt­si­tua­tio­nen sowie inter­kul­tu­rel­le Kom­pe­tenz unter beson­de­rer Beach­tung von Diver­si­tät und gesell­schaft­li­cher Viel­falt
  7. Grund­zü­ge der Sicher­heits­tech­nik

Die Inhal­te kön­nen in den Lehr­plä­nen der Wei­ter­bil­dungs­trä­ger oder in ent­spre­chen­der Fach­li­te­ra­tur, detail­lier­ter bzw. anders unter­glie­dert sein, müs­sen aber alle oben genann­ten The­men umfas­sen.


Was genau kommt in der schrift­li­chen Prü­fung dran?

Die IHK beruft von Zeit zu Zeit einen “Prü­fungs­er­stel­lungs­aus­schuss” ein. Die­ser erstellt Fra­gen, die in einem Pool lan­den, auf den bun­des­weit alle ein­zel­nen Indus­trie- und Han­dels­kam­mern zurück­grei­fen. Da der Fra­gen­ka­ta­log stän­dig erwei­tert wird, befin­den sich dar­in hun­der­te, wenn nicht mitt­ler­wei­le sogar tau­sen­de Fra­gen. Die Fra­gen wer­den nicht öffent­lich bekannt gege­ben. Außer­dem hat das Copy­right an die­sen Fra­gen hat allein die (D)IHK. Die Ori­gi­nal­fra­gen dür­fen daher nicht 1:1 her­aus­ge­ge­ben und zur Vor­be­rei­tung genutzt wer­den. Und auch so ist es kaum mög­lich und schon gar nicht sinn­voll, alles aus­wen­dig zu ler­nen. Auf das “Ver­ste­hen” kommt es an!
Da die Prü­fungs­fra­gen teil­wei­se recht “ver­zwickt” gestellt sind, macht es aber durch­aus Sinn mit prü­fungs­ähn­li­chen Fra­gen vor­weg zu trai­nie­ren. Was Fra­ge­stel­lung und Ant­wort­mög­lich­kei­ten angeht, kön­nen Ihnen auch die Lern­tipps im Kapi­tel Vor­be­rei­tung wei­ter­hel­fen!


Wer­den alle Fra­gen gleich gewich­tet?

Nein! Die Bepunk­tung in der schrift­li­chen Prü­fung ist ver­schie­den. So wer­den bestimm­te Kapi­tel stär­ker gewich­tet als ande­re. Auch die Anzahl der Fra­gen pro Prü­fungs­the­ma ist unter­schied­lich!
Die Fra­gen­an­zahl und Gewich­tung in der schrift­li­chen Prü­fung ist wie folgt:

  1. Recht der öffent­li­chen Sicher­heit und Ord­nung
    » 4 Fra­gen mit 8 zu erzie­len­den Punk­ten
  2. Gewer­be­recht
    » 4 Fra­gen mit 4 zu erzie­len­den Punk­ten
  3. Daten­schutz­recht
    » 4 Fra­gen mit 4 zu erzie­len­den Punk­ten
  4. Bür­ger­li­ches Gesetz­buch
    » 12 Fra­gen mit 24 zu erzie­len­den Punk­ten
  5. Straf- und Straf­ver­fah­rens­recht
    » 12 Fra­gen mit 24 zu erzie­len­den Punk­ten
  6. Umgang mit Waf­fen
    » 4 Fra­gen mit 4 zu erzie­len­den Punk­ten
  7. Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten Wach- und Siche­rungs­diens­te
    » 8 Fra­gen mit 8 zu erzie­len­den Punk­ten
  8. Umgang mit Men­schen
    » 16 Fra­gen mit 16 zu erzie­len­den Punk­ten
  9. Grund­zü­ge der Sicher­heits­tech­nik
    » 8 Fra­gen mit 8 zu erzie­len­den Punk­ten

Was wer­de ich in der münd­li­chen Prü­fung gefragt?

Grund­sätz­lich sind alle The­men, die in der schrift­li­chen Prü­fung dran­kom­men kön­nen, auch für den münd­li­chen Prü­fungs­teil rele­vant. Es gibt aber Schwer­punk­te, auf die im münd­li­chen Prü­fungs­ge­spräch ver­stärkt ein­ge­gan­gen wer­den soll:

  • Recht
    • Recht der öffent­li­chen Sicher­heit und Ord­nung
    • Gewer­be­recht
    • Daten­schutz
  • Umgang mit Men­schen
    • Ver­hal­ten in Gefah­ren­si­tua­tio­nen
    • Dees­ka­la­ti­ons­tech­ni­ken in Kon­flikt­si­tua­tio­nen

Die­se Schwer­punk­te machen ca. 2/3 der Gesamt­prü­fung aus. Die Dau­er der münd­li­chen Prü­fung soll unge­fähr 15 Minu­ten betra­gen. Man kann als Ein­zel­per­son vor dem Prü­fungs­aus­schuss befragt wer­den, oder in der Grup­pe mit bis zu 5 Prüf­lin­gen gemein­sam. Was genau in der münd­li­chen Prü­fung gefragt wird, hängt jedoch vom jewei­li­gen Prü­fungs­aus­schuss und auch vom “Ste­cken­pferd” des ein­zel­nen Prü­fers ab. Häu­fig wer­den die Fra­gen als Fall­bei­spie­le gestellt, wie sie in der Pra­xis vor­kom­men kön­nen. Sie sol­len anschlie­ßend Ihre Reak­ti­on und das rich­ti­ge Ver­hal­ten schil­dern und begrün­den. Es kann gefragt wer­den, wie Sie einen Sach­ver­halt und Ihr Han­deln recht­lich beur­tei­len.
Soll­ten Sie die münd­li­che Prü­fung nicht bestehen, kann die­se ein­zeln wie­der­holt wer­den, ohne dass Sie die bereits erfolg­reich abge­leg­te, schrift­li­che Prü­fung wie­der­ho­len müs­sen. Mehr hier­zu fin­den Sie im Kapi­tel Wie­der­ho­lung.


Wie Sie sich zur Sach­kun­de­prü­fung nach § 34a GewO (Wach- und Sicher­heits­bran­che) bei der IHK anmel­den kön­nen, erfah­ren Sie im nächs­ten Kapi­tel!

Wei­ter…